Im Rahmen des Klang der Stolpersteine wurde am 09. Novemver auch am Enver-Şimşek-Platz in Winzerla der Opfer der Reichspogromnacht vor 83 Jahren gedacht.

Thema waren aber auch der NSU-Komplex und die Antimuslimischen Posteinwürfe der letzten Monate.
Pastorin Friederike Costa von der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde verlas als Organisatorin die Namen der zehn bekannten Mordopfer des NSU.
Die diesjährige Preisträgerin des Jenaer Preis für Zivilcourage, Susanne Kirchmeyer, verwies auf die Verantwortung die aus der deutschen Geschichte heute folgt.
Markus Meß vom Stadtteilbüro Winzerla wies eindrücklich darauf hin, dass das Kerntrio des NSU aus Winzerla kam und betonte, dass vor diesem Hintergund die rassistischen Übergriffe der letzten Monate besonders erschreckend sind.
Der Ortsteilbürgermeister Friedrich-Wilhelm Gebhardt bekräftigte in seinem Wortbeitrag den Wunsch neben dem Platz auch die Haltestele in Enver-Şimşek umzubennen. Er brachte sein Bedauern zum Ausdruck, dass sich im Ortsteilrat auch Vertreter demokratischer Parteien gegen eine Umbenennung ausgesprochen haben, stellte aber auch in Aussicht sich im Kulturausschuss weiter für eine Umbennung einzusetzen.

Im Anschluss an die Kundgebung am Enver-Şimşek-Platz haben sich einige noch auf den Weg zur Abschlusskundgebung am Westbahnhof gemacht. Dort wurden die über 40 Konzerte in einem gemeinsamen Gedenken zusammengeführt.