3. Runden Tisches für Demokratie 2019

Der Runde Tisch für Demokratie trifft sich zu seiner dritten Sitzung 2019 am Montag, den 28. Oktober ab 17:00 Uhr im Plenarsaal des historischen Rathauses.

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Rückblick Radtour wider das Vergessen. Erinnerungsorten der NS-Zwangsarbeit in Jena und Kahla auf die Spur kommen

Am Morgen des 24.08.19 kamen 12 Personen zusammen, um an der thematischen Radtour von Jena nach Großeutersdorf teilzunehmen. Startpunkt war an der Gedenk- und Informationsstele in der Löbstedter Straße.

Tourstart Stele Jena

Zunächst stellte Stefanie Weber (Mitarbeiterin Demokratieladen Kahla) im Namen der beteiligten Projekte des Vereins Bildungswerk BLITZ e.V. in ihrer Begrüßung die Motivation und die Notwendigkeit dar, sich in Jena mit dem Thema Zwangsarbeit im NS zu beschäftigen. Eine Einordnung der Errichtung dieses Erinnerungsortes nahm Nicole Schneider (Mitarbeiterin KoKont Jena) vor, indem sie die Eckpunkte des Jenaer Konzepts „Gedenken, Erinnern, Aufarbeiten“ zur Auseinandersetzung mit der lokalen NS-Geschichte vorstellte. Der Historiker Dr. Marc Bartuschka berichtete im Anschluss über den Einsatz der Zwangsarbeiter im damaligen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW), wobei er auch auf den generellen Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in Jena einging. Zugleich wird an diesem Ort auch an die Menschen gedacht, die in räumlicher Nähe in einem KZ-Außenlager leben mussten – auch hierüber erfuhren die Teilnehmenden mehr. Als Vorbereitung auf den nächsten Standort informierte Dr. Bartuschka abschließend über die Verbindungen von Jena zur REIMAHG in Großeutersdorf.

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Copa Courage 2019 – Fairplay, nicht nur im Sport!

Am 08. September 2019 findet der 9. Copa Courage – Fairplay, nicht nur im Sport! auf der Freifläche des Kubus in Lobeda-West statt.
Die Veranstaltung verbindet alljährlich ein Streetsoccer-Turnier mit verschiedenen Workshops aus dem Themenfeld Antidiskrimierung. In diesem Jahr wird es für Mädchen* und junge Frauen* ein exklusives Angebot geben: einen Rap-Workshop mit Nifty MC aus Weimar. […]

Radtour wider das Vergessen. Erinnerungsorten der NS-Zwangsarbeit in Jena und Kahla auf die Spur kommen

Ankündigung

In der Stadt Jena mussten in den Jahren 1939-1945 mehr als 14.000 ausländische Kriegsgefangene und zivile Deportierte Zwangsarbeit verrichten. Dazu kamen besonders 1944/45 über 1.000 KZ-Häftlinge, etwa 2-300 zwangsverpflichtete Männer aus deutsch-jüdischen Familien und dutzende Justiz- und Polizeihäftlinge. Zeitweilig verrichtete mehr als ein Zehntel der in Jena wohnhaften Personen Zwangsarbeit: Mindestens 6-700 Männer, Frauen und Kinder starben an den Folgen ihres Einsatzes.

Die „Radtour wider das Vergessen. Erinnerungsorten der NS-Zwangsarbeit in Jena und Kahla auf die Spur kommen“ nimmt sich diesem Kapitel der Stadtgeschichte an, das jahrzehntelang nur wenig erforscht und von vielen Einwohnern verdrängt wurde. Sie spannt einen Bogen vom damaligen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) in der Löbstedter Straße, wo Menschen Zwangsarbeit verrichten mussten und in dessen unmittelbarer Nähe sich ein KZ-Außenlager von Buchenwald befand, zu […]

Tage der Vielfalt in neuem Look

Alles neu macht der Frühling – Daher haben wir die bewährte Veranstaltungsplattform www.vielfalt-jena.de grundlegend technisch überarbeitet, ihren Kern aber beibehalten. Schauen sie also gleich mal vorbei!

Die Seite „Tage der Vielfalt“ ist seit 2010 fester Bestandteil des Jenaer Stadtprogramms gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz. Sie soll die Angebote der vielfältigen Jenaer Akteur*innen in den Themenfeldern bündeln und gegenseitige Bezüge ermöglichen, um so ihre Sichtbarkeit zu steigern.

Mit den neuen Features ist es jetzt noch einfacher möglich ihre Veranstaltung ansprechend zu bewerben. Registrieren sie sich jetzt unter: vielfalt-jena.de/register/

Bei Fragen und für Hilfestellung kontaktieren sie uns einfach.

Ihr KoKont-Team

Aktualisierung des Jenaer Stadtprogramms – Eine Einladung

Bei seiner Sitzung am 20.08.2018 hat der Runde Tisch für Demokratie Jena estmals darüber diskutiert, das Jenaer Stadtprogramm gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz zu aktualisieren und den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen gemäß anzupassen. In der Sitzung vom 05.11.2018 wurde die Aktualisierung beschlossen und der Entschluss gefasst erneut, wie 2008,  eine Redaktionsgruppe einzusetzen.

Das Stadtprogramm wurde Anfang 2001 von VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft am Runden Tisch für Demokratie verabschiedet und ist als Reaktion auf eine organisierte und gewalttätig auftretende extrem rechte Szene der 1990er Jahre in Jena zu verstehen. Es sollte die Sensibilität gegen über extrem rechter Ideologie steigern, Verständigung innerhalb und letztlich ein gemeinsames Agieren der Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus ermöglichen. Der Runde Tisch war von Beginn an als Austauschort fest im Stadtprogramm verankert und sollte die Vernetzung zwischen Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft in der Stadt […]

KoKont unterstützt Standpunktpapier der Redaktion der jüdischen Zeitschrift „Jalta“

Am 26.09.18 veröffentlichte die Wochenzeitung „Die Zeit“ ein Standpunktpapier der Redaktion der Zeitung „Jalta – Positionen der jüdischer Gegenwart“. Darin beziehen die beteiligten Redakteur*innen Micha Brumlik, Marina Chernivsky, Max Czollek, Hannah Peaceman, Anna Schapiro und Lea Wohl von Haselberg Stellung zur Gründung der Gruppe „Juden in der AfD“ (JAfD). Darin heißt es unter anderem: „wir erachten eine solche Parteinahme als große Gefahr für unsere Sicherheit, für jüdisches und damit untrennbar verbunden für migrantisches Leben in Deutschland. Wir erachten es als Gefahr für die Demokratie.“

Dem Standpunktpapier schlossen sich mehrere Hundert Unterstützer*innen an, um damit auf die demokratie- und menschenfeindlichen Tendenzen und die Zunahme antisemitischer Einstellungen in der deutschen Gesellschaft aufmerksam zu machen, die auch durch extrem rechte und rechtspopulistische Parteien mit vorangetrieben werden. Auch die KoKont unterzeichnete den Aufruf, den sie hier im Original finden.

Wenn auch Sie den Aufruf unterstützen wollen, können Sie eine Mail an jalta@neofelis-verlag.de senden.

Ein Angriff auf die Demokratie

Der Beraterkreis des Jenaer Runden Tisches für Demokratie verurteilt die am 20.06.2018 stattgefundenen Hausdurchsuchungen bei Vorständen des Vereins „Zwiebelfreunde e.V.“ und bringt seine Unterstützung gegenüber den Betroffenen der polizeilichen Maßnahme zum Ausdruck.

„Zwiebelfreunde e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der Technologie und Wissen im Bereich Anonymität, Privatsphäre und Sicherheit im Internet fördert, zur Nutzung bereit stellt und deren Verbreitung unterstützt. Er ist maßgeblicher Unterstützer des TOR-Netzwerkes, welches Aktivist*innen und Zivilgesellschaft weltweit einen freien und sicheren Zugang zum Internet gewährt, somit Meinungs- und Informationsfreiheit fördert. Darüber hinaus unterstützen die Zwiebelfreunde das Technikkollektiv Riseup durch die Sammlung von Spenden. Eine Kriminalisierung dieses Engagements aufgrund einer Spendensammlung ist nicht akzeptabel und entbehrt jeglicher Verhältnismäßigkeit.

Hausdurchsuchungen sind ein massiver Eingriff in die Privatsphäre von Menschen und sollten daher stets mit Augenmaß gehandhabt werden. Dies lässt sich im vorliegenden Fall nicht nachvollziehen. Darüber hinaus sind solche massiven Repressionen geeignet, Aktive in […]

Artikel zu den Protesten am 12.09.2017 in Jena

Brandner offenbar angezeigt – OTZ – Artikel vom 15.09.2017

Rechtsextreme Auschwitz-Gesänge bei einer AfD-Demo in Jena – Ordner greifen nicht ein – Buzzfeed.com – 14.09.2017

AfD-Demo: Attacke auf Journalist – OTZ – Artikel vom 14.09.2017

„Ganz Jena hasst die AfD“: Die laute Sprachlosigkeit – heute.de – Artikel vom 12.09.2017

AfD-Demo in Jena: Polizei und Politik bilanziert #j1209 – thüringen 24.de – Artikel vom 12.09.2017

Rechtsextreme Parolen und Übergriffe bei AfD Veranstaltung in Jena – Leipziger Volkszeitung (lvz.de) – Artikel vom 12.09.2017

AfD-Wahlkampfauftritt in Jena: Es wurde kräftig geschimpft – Deutschlandfunk – Artikel und Funkbeitrag vom 13.09.2017

Jena im Ausnahmezustand wegen AfD-Kundgebung und sechs Gegendemos – Fotostrecke – Thüringer Landeszeitung vom 12.09.2017

Alle Bilder von AfD-Demo und […]

Bibliothek von KoKont

KoKont öffnet seinen Bücher- & Broschürenbestand

Am 01.September 2017 öffnet die Koordinierungs- und Kontaktstelle des Jenaer Stadtprogramms gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz (KoKont) ihren Bücher- und Broschürenbestand. Während der Sprechzeiten Montags 16-19 Uhr und Donnerstags 9-13 Uhr können Interessierte Einsicht in die katalogisierten Exemplare nehmen. Nach Absprache sind auch eine Kurzausleihe möglich. Der gesamte Katalog ist online auf der Website von KoKont einsehbar. Gerne nehmen die Mitarbeiter der Koordinierungs- und Kontaktstelle noch Hinweise zu fehlenden Büchern- und Broschüren entgegen, so dass die Bibliothek unter Beteiligung der Nutzenden beständig erweitert werden kann. Hauptschwerpunkte des Bestandes sind bisher Rechtsextremismus, NSU und Demokratiebildung. Wir wünschen euch viele interessante Einsichten beim Stöbern, Lesen und Diskutieren.