Lebenswert – Charlotte-Figulla-Preis 2019

Die Auslobung des Charlotte-Figulla-Preises 2019 unter dem Motto „LEBENSWERT“ ist gestartet. Einsendungen nehmen wir bis zum 29.03.2019 an. Die Kindersprachbrücke Jena e.V., das Collegium Europaeum Jenense und KoKont Jena wünschen euch viel Erfolg!

LEBENSWERT

Jedes Leben ist wertvoll.
Wir alle haben Bedürfnisse, Ziele und Wünsche, die uns beschäftigen und die wir verfolgen, um uns selbst zu verwirklichen.
Was macht dein Leben lebenswert? Wie stellst du dir ein lebenswertes Leben vor und was braucht es dafür? Welche Rolle spielen dabei deine Freunde, deine Familie, dein Glauben oder die Gesellschaft?
Wir erfahren immer wieder – ob bei uns selbst oder bei anderen – Angriffe und Pöbeleien, Mobbing, Abwertungen, Hassrede, Vorurteile und Gewalt oder die Bewertung von Menschen nach ihrer Herkunft. Was können wir dagegen tun? Wo nehmt ihr Probleme im Umgang miteinander wahr? Wie kann und soll eurer Meinung nach ein solidarisches Zusammenleben aussehen, das auf gegenseitigem Respekt und Wertschätzung […]

Aktualisierung des Jenaer Stadtprogramms – Eine Einladung

 

Bei seiner Sitzung am 20.08.2018 hat der Runde Tisch für Demokratie Jena beschlossen, das Jenaer Stadtprogramm gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz zu aktualisieren und den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen gemäß anzupassen.

Das Stadtprogramm wurde Anfang 2001 von VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft am Runden Tisch für Demokratie verabschiedet und ist als Reaktion auf eine organisierte und gewalttätig auftretende extrem rechte Szene der 1990er Jahre in Jena zu verstehen. Es sollte die Sensibilität gegen über extrem rechter Ideologie steigern, Verständigung innerhalb und letztlich ein gemeinsames Agieren der Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus ermöglichen. Der Runde Tisch war von Beginn an als Austauschort fest im Stadtprogramm verankert und sollte die Vernetzung zwischen Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft in der Stadt Jena im Kampf gegen Rechtsextremismus verbessern.

2008 schrieb eine Redaktionsgruppe des Runden Tischen für Demokratie das Stadtprogramm fort. Unterstützt wurde […]

KoKont unterstützt Standpunktpapier der Redaktion der jüdischen Zeitschrift „Jalta“

Am 26.09.18 veröffentlichte die Wochenzeitung „Die Zeit“ ein Standpunktpapier der Redaktion der Zeitung „Jalta – Positionen der jüdischer Gegenwart“. Darin beziehen die beteiligten Redakteur*innen Micha Brumlik, Marina Chernivsky, Max Czollek, Hannah Peaceman, Anna Schapiro und Lea Wohl von Haselberg Stellung zur Gründung der Gruppe „Juden in der AfD“ (JAfD). Darin heißt es unter anderem: „wir erachten eine solche Parteinahme als große Gefahr für unsere Sicherheit, für jüdisches und damit untrennbar verbunden für migrantisches Leben in Deutschland. Wir erachten es als Gefahr für die Demokratie.“

Dem Standpunktpapier schlossen sich mehrere Hundert Unterstützer*innen an, um damit auf die demokratie- und menschenfeindlichen Tendenzen und die Zunahme antisemitischer Einstellungen in der deutschen Gesellschaft aufmerksam zu machen, die auch durch extrem rechte und rechtspopulistische Parteien mit vorangetrieben werden. Auch die KoKont unterzeichnete den Aufruf, den sie hier im Original finden.

Wenn auch Sie den Aufruf unterstützen wollen, können Sie eine Mail an jalta@neofelis-verlag.de senden.

Ein Angriff auf die Demokratie

Der Beraterkreis des Jenaer Runden Tisches für Demokratie verurteilt die am 20.06.2018 stattgefundenen Hausdurchsuchungen bei Vorständen des Vereins „Zwiebelfreunde e.V.“ und bringt seine Unterstützung gegenüber den Betroffenen der polizeilichen Maßnahme zum Ausdruck.

„Zwiebelfreunde e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der Technologie und Wissen im Bereich Anonymität, Privatsphäre und Sicherheit im Internet fördert, zur Nutzung bereit stellt und deren Verbreitung unterstützt. Er ist maßgeblicher Unterstützer des TOR-Netzwerkes, welches Aktivist*innen und Zivilgesellschaft weltweit einen freien und sicheren Zugang zum Internet gewährt, somit Meinungs- und Informationsfreiheit fördert. Darüber hinaus unterstützen die Zwiebelfreunde das Technikkollektiv Riseup durch die Sammlung von Spenden. Eine Kriminalisierung dieses Engagements aufgrund einer Spendensammlung ist nicht akzeptabel und entbehrt jeglicher Verhältnismäßigkeit.

Hausdurchsuchungen sind ein massiver Eingriff in die Privatsphäre von Menschen und sollten daher stets mit Augenmaß gehandhabt werden. Dies lässt sich im vorliegenden Fall nicht nachvollziehen. Darüber hinaus sind solche massiven Repressionen geeignet, Aktive in […]

Bibliothek von KoKont

KoKont öffnet seinen Bücher- & Broschürenbestand

Am 01.September 2017 öffnet die Koordinierungs- und Kontaktstelle des Jenaer Stadtprogramms gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz (KoKont) ihren Bücher- und Broschürenbestand. Während der Sprechzeiten Montags 16-19 Uhr und Donnerstags 9-13 Uhr können Interessierte Einsicht in die katalogisierten Exemplare nehmen. Nach Absprache sind auch eine Kurzausleihe möglich. Der gesamte Katalog ist online auf der Website von KoKont einsehbar. Gerne nehmen die Mitarbeiter der Koordinierungs- und Kontaktstelle noch Hinweise zu fehlenden Büchern- und Broschüren entgegen, so dass die Bibliothek unter Beteiligung der Nutzenden beständig erweitert werden kann. Hauptschwerpunkte des Bestandes sind bisher Rechtsextremismus, NSU und Demokratiebildung. Wir wünschen euch viele interessante Einsichten beim Stöbern, Lesen und Diskutieren.

Zuwachs an Ressentiments und fremdenfeindlichen Positionen

diagramm_kokont-1-300x257Landtagswahl – Ergebnisse für Jena

„Alltäglicher Rassismus und organisierter Rechts-extremismus sind das Haupthindernis für ein Zusammenleben in Vielfalt. Wer einerseits Weltoffenheit fordert, andererseits aber gegen bulgarische, rumänische oder andere Migranten-gruppen polemisiert, zerstört die Grundlagen eines zivilisierten Zusammenlebens und verspielt die Zukunft Thüringens“ hies es im Aufruf Thüringen- Weltoffen aus Überzeugung, welcher sich vor den Landtagswahlen an die Menschen in Thüringen wandte. […]

Politische Bildung ad absurdum

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Demokratieerziehung geht nur ohne Geheimdienst

Bereits im Juni sorgte die Information über das Vorhaben, die Wanderausstellung des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz „Feinde der Demokratie – Politischer Extremismus in Thüringen“ an Jenaer Schulen zu zeigen, für Kritik. Auch war das Thema Inhalt am Runden Tisch für Demokratie im Juni. Dieser äußerte sich klar gegen solch ein Vorhaben. Passiert ist bisher wenig, mittlerweile ist der Verfassunggschutz an zwei Jenaer Schulen gewesen und weitere Ausstellungsstationen in Thüringen sind geplant.

KoKont veröffentlicht an dieser Stelle unter dem Titel „Argumente für eine Politische Bildung ohne Verfassungsschutz“ ein Standpunktpapier, welches verdeutulichen soll, warum Demokratieerziehung nur ohne Geheimdienst funktionieren kann

Antisemitismus am Bsp. Thüringen und Jena

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Unsere Broschüre gibt es nun in einer extra langen PDF-Fassung mit Zusatzmaterial in unserer Infothek. Gedruckte Exemplare in der kürzeren Version sind im KoKont-Büro erhältlich. Pdf.

Gemeinsam und Konsequent gegen rassistische Aktivitäten.

KoKont, 28.06.2015

Die aktuellen Entwicklungen ernst nehmen

Bereits letztes Jahr warnte KoKont vor rassistischer Mobilisierung in und um Jena. Seit Jahresanfang dokumentierten Beratungsstellen deutschlandweit einen massiven Anstieg der Übergriffe auf Asylsuchende und ihre Wohnstätten. Medien berichteten im April von drei Angriffen pro Woche auf Unterkünfte und aktuell hat sich mancherorts eine pogromartige Stimmung entfaltet. Wöchentlich finden zudem in Thüringen Aufmärsche von Rassisten und Neonazis statt und heizen die meist unsachlichen Auseinandersetzungen an. Auch im Umkreis von Jena sind beängstigende Entwicklungen zu verzeichnen. So erzeugen im angrenzenden Landkreis rassistische Kampagnen und organisierte Aktivitäten, unterstützt von lokalen und überregional bekannten Neonazis, eine aufgeheizte, fremdenfeindliche Stimmung. Es wird bereits gegen geflüchtete Menschen mobilisiert, bevor überhaupt Entscheidungen für ihre Unterbringung gefallen sind. Die Abwertung und der Hass richten sich dabei selbst gegen Flüchtlingskinder und Jugendliche, die schreckliches erlebt haben, ohne Begleitung nach Deutschland gelangten und nun Solidarität und Schutzräume benötigen. Auch nehmen die […]

Das Problem sind braune Ideologien am Schulzaun – Anmerkungen zum NPD Wahlkampf in Jena

Jena, 20.09.2013

Die Entscheidung der zuständigen Behörden, der NPD kurzfristig einen Platz direkt an drei Jenaer Schulen zuzuweisen, nachdem sich in den Morgenstunden 200 couragierte Personen am ursprünglich angemeldeten Platz versammelt hatten, um gegen die rassistische Hetze der NPD zu demonstrieren, empört die Menschen.
Auch bei uns stößt diese Entscheidung auf Unverständnis. Zu Recht brüskieren sich Eltern, LehrerInnen und Schulleitungen, dass Kinder vom martialischen Polizeiaufgebot, dem lauten Geschehen verängstigt waren, Unterricht nicht stattfinden konnte oder Kinder die Räumlichkeiten nicht verlassen durften. Wahlkampf in unmittelbarer Nachbarschaft von Schulen wird nun kritisiert und strikt abgelehnt. Aber ist es wirklich Wahlkampf, demokratischer Alltag oder die Bundestagswahl am Sonntag, vor denen wir unsere Kinder schützen müssen? Ist die Frage, WER, WIE und WO auftritt nicht doch von größerer Bedeutung?
Fakt ist, es war die NPD, die einen Platz direkt neben drei Schulen zugewiesen bekam. Die Partei, gegen deren Schulhof-CD pädagogisches Material und Argumentationshilfen […]