In diesem Jahr jährt sich das öffentliche Bekanntwerden des sog. „Nationalistischen Untergrunds“ zum zehnten Mal. Anlässlich dessen möchten wir den Film „Spuren – die Opfer des NSU“ an drei verschiedenen Orten der Region, zusammen mit der Regisseurin Aysun Bademsoy, zeigen. Jeweils um 18:00 Uhr wird er am 18.10. in Eisenberg in der Stadtbibliothek, am 19.10. in Kahla im Demokratieladen und am 20.10. in Jena im Jugendzentrum Hugo vorgeführt.

Der Film der türkischstämmigen Regisseurin Aysun Bademsoy zeigt die Perspektive der Angehörigen von Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Enver Şimşek, drei der zehn Mordopfer des NSU.

Die Familien der Opfer wurden zunächst selbst in den Ermittlungen verdächtigt und schließlich von milden Strafen für die Mitangeklagten und ungeklärten Fragen im Prozess desillusioniert. Eindrucksvoll schildern die Angehörigen von ihren Erfahrungen und auch Expertinnen erzählen von den Widersprüchen im Vorgehen der Behörden vor und nach der Selbstenttarnung.

Welche Spuren die Taten und die mangelnde Aufklärung bei den Angehörigen der Opfer hinterlassen haben, möchte dieser Film deutlich machen.

Die Regisseurin Aysun Bademsoy wird bei allen Veranstaltungen zu Gast sein und in einer Gesprächsrunde nach dem Film für Fragen zur Verfügung stehen.

Eine Anmeldung bei den jeweiligen Veranstaltenden wird erbeten. Für Jena per Mail unter buero@kokont-jena.de oder per Telefon unter: 03641/236606

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