Politische Bildung ad absurdum

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Demokratieerziehung geht nur ohne Geheimdienst

Bereits im Juni sorgte die Information über das Vorhaben, die Wanderausstellung des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz „Feinde der Demokratie – Politischer Extremismus in Thüringen“ an Jenaer Schulen zu zeigen, für Kritik. Auch war das Thema Inhalt am Runden Tisch für Demokratie im Juni. Dieser äußerte sich klar gegen solch ein Vorhaben. Passiert ist bisher wenig, mittlerweile ist der Verfassunggschutz an zwei Jenaer Schulen gewesen und weitere Ausstellungsstationen in Thüringen sind geplant.

KoKont veröffentlicht an dieser Stelle unter dem Titel „Argumente für eine Politische Bildung ohne Verfassungsschutz“ ein Standpunktpapier, welches verdeutulichen soll, warum Demokratieerziehung nur ohne Geheimdienst funktionieren kann

Antisemitismus am Bsp. Thüringen und Jena

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Unsere Broschüre gibt es nun in einer extra langen PDF-Fassung mit Zusatzmaterial in unserer Infothek. Gedruckte Exemplare in der kürzeren Version sind im KoKont-Büro erhältlich. Pdf.

Gemeinsam und Konsequent gegen rassistische Aktivitäten.

KoKont, 28.06.2015

Die aktuellen Entwicklungen ernst nehmen

Bereits letztes Jahr warnte KoKont vor rassistischer Mobilisierung in und um Jena. Seit Jahresanfang dokumentierten Beratungsstellen deutschlandweit einen massiven Anstieg der Übergriffe auf Asylsuchende und ihre Wohnstätten. Medien berichteten im April von drei Angriffen pro Woche auf Unterkünfte und aktuell hat sich mancherorts eine pogromartige Stimmung entfaltet. Wöchentlich finden zudem in Thüringen Aufmärsche von Rassisten und Neonazis statt und heizen die meist unsachlichen Auseinandersetzungen an. Auch im Umkreis von Jena sind beängstigende Entwicklungen zu verzeichnen. So erzeugen im angrenzenden Landkreis rassistische Kampagnen und organisierte Aktivitäten, unterstützt von lokalen und überregional bekannten Neonazis, eine aufgeheizte, fremdenfeindliche Stimmung. Es wird bereits gegen geflüchtete Menschen mobilisiert, bevor überhaupt Entscheidungen für ihre Unterbringung gefallen sind. Die Abwertung und der Hass richten sich dabei selbst gegen Flüchtlingskinder und Jugendliche, die schreckliches erlebt haben, ohne Begleitung nach Deutschland gelangten und nun Solidarität und Schutzräume benötigen. Auch nehmen die […]

Das Problem sind braune Ideologien am Schulzaun – Anmerkungen zum NPD Wahlkampf in Jena

Jena, 20.09.2013

Die Entscheidung der zuständigen Behörden, der NPD kurzfristig einen Platz direkt an drei Jenaer Schulen zuzuweisen, nachdem sich in den Morgenstunden 200 couragierte Personen am ursprünglich angemeldeten Platz versammelt hatten, um gegen die rassistische Hetze der NPD zu demonstrieren, empört die Menschen.
Auch bei uns stößt diese Entscheidung auf Unverständnis. Zu Recht brüskieren sich Eltern, LehrerInnen und Schulleitungen, dass Kinder vom martialischen Polizeiaufgebot, dem lauten Geschehen verängstigt waren, Unterricht nicht stattfinden konnte oder Kinder die Räumlichkeiten nicht verlassen durften. Wahlkampf in unmittelbarer Nachbarschaft von Schulen wird nun kritisiert und strikt abgelehnt. Aber ist es wirklich Wahlkampf, demokratischer Alltag oder die Bundestagswahl am Sonntag, vor denen wir unsere Kinder schützen müssen? Ist die Frage, WER, WIE und WO auftritt nicht doch von größerer Bedeutung?
Fakt ist, es war die NPD, die einen Platz direkt neben drei Schulen zugewiesen bekam. Die Partei, gegen deren Schulhof-CD pädagogisches Material und Argumentationshilfen […]