Ein Angriff auf die Demokratie

Der Beraterkreis des Jenaer Runden Tisches für Demokratie verurteilt die am 20.06.2018 stattgefundenen Hausdurchsuchungen bei Vorständen des Vereins „Zwiebelfreunde e.V.“ und bringt seine Unterstützung gegenüber den Betroffenen der polizeilichen Maßnahme zum Ausdruck.

„Zwiebelfreunde e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der Technologie und Wissen im Bereich Anonymität, Privatsphäre und Sicherheit im Internet fördert, zur Nutzung bereit stellt und deren Verbreitung unterstützt. Er ist maßgeblicher Unterstützer des TOR-Netzwerkes, welches Aktivist*innen und Zivilgesellschaft weltweit einen freien und sicheren Zugang zum Internet gewährt, somit Meinungs- und Informationsfreiheit fördert. Darüber hinaus unterstützen die Zwiebelfreunde das Technikkollektiv Riseup durch die Sammlung von Spenden. Eine Kriminalisierung dieses Engagements aufgrund einer Spendensammlung ist nicht akzeptabel und entbehrt jeglicher Verhältnismäßigkeit.

Hausdurchsuchungen sind ein massiver Eingriff in die Privatsphäre von Menschen und sollten daher stets mit Augenmaß gehandhabt werden. Dies lässt sich im vorliegenden Fall nicht nachvollziehen. Darüber hinaus sind solche massiven Repressionen geeignet, Aktive in […]

Bibliothek von KoKont

KoKont öffnet seinen Bücher- & Broschürenbestand

Am 01.September 2017 öffnet die Koordinierungs- und Kontaktstelle des Jenaer Stadtprogramms gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz (KoKont) ihren Bücher- und Broschürenbestand. Während der Sprechzeiten Montags 16-19 Uhr und Donnerstags 9-13 Uhr können Interessierte Einsicht in die katalogisierten Exemplare nehmen. Nach Absprache sind auch eine Kurzausleihe möglich. Der gesamte Katalog ist online auf der Website von KoKont einsehbar. Gerne nehmen die Mitarbeiter der Koordinierungs- und Kontaktstelle noch Hinweise zu fehlenden Büchern- und Broschüren entgegen, so dass die Bibliothek unter Beteiligung der Nutzenden beständig erweitert werden kann. Hauptschwerpunkte des Bestandes sind bisher Rechtsextremismus, NSU und Demokratiebildung. Wir wünschen euch viele interessante Einsichten beim Stöbern, Lesen und Diskutieren.

Thüringen Monitor 2016 – Zusammenfassung

Hier zunächst die Vorabversion des diesjährigen Thüringen Monitor 2016 – Politische Kultur im Freistaat Thüringen. Die gesamte Studie wird am 08.11.2016 vorgestellt und veröffentlicht. Pdf

Zuwachs an Ressentiments und fremdenfeindlichen Positionen

diagramm_kokont-1-300x257Landtagswahl – Ergebnisse für Jena

„Alltäglicher Rassismus und organisierter Rechts-extremismus sind das Haupthindernis für ein Zusammenleben in Vielfalt. Wer einerseits Weltoffenheit fordert, andererseits aber gegen bulgarische, rumänische oder andere Migranten-gruppen polemisiert, zerstört die Grundlagen eines zivilisierten Zusammenlebens und verspielt die Zukunft Thüringens“ hies es im Aufruf Thüringen- Weltoffen aus Überzeugung, welcher sich vor den Landtagswahlen an die Menschen in Thüringen wandte. […]

Politische Bildung ad absurdum

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Demokratieerziehung geht nur ohne Geheimdienst

Bereits im Juni sorgte die Information über das Vorhaben, die Wanderausstellung des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz „Feinde der Demokratie – Politischer Extremismus in Thüringen“ an Jenaer Schulen zu zeigen, für Kritik. Auch war das Thema Inhalt am Runden Tisch für Demokratie im Juni. Dieser äußerte sich klar gegen solch ein Vorhaben. Passiert ist bisher wenig, mittlerweile ist der Verfassunggschutz an zwei Jenaer Schulen gewesen und weitere Ausstellungsstationen in Thüringen sind geplant.

KoKont veröffentlicht an dieser Stelle unter dem Titel „Argumente für eine Politische Bildung ohne Verfassungsschutz“ ein Standpunktpapier, welches verdeutulichen soll, warum Demokratieerziehung nur ohne Geheimdienst funktionieren kann

Antisemitismus am Bsp. Thüringen und Jena

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Unsere Broschüre gibt es nun in einer extra langen PDF-Fassung mit Zusatzmaterial in unserer Infothek. Gedruckte Exemplare in der kürzeren Version sind im KoKont-Büro erhältlich. Download

Gemeinsam und Konsequent gegen rassistische Aktivitäten.

KoKont, 28.06.2015

Die aktuellen Entwicklungen ernst nehmen

Bereits letztes Jahr warnte KoKont vor rassistischer Mobilisierung in und um Jena. Seit Jahresanfang dokumentierten Beratungsstellen deutschlandweit einen massiven Anstieg der Übergriffe auf Asylsuchende und ihre Wohnstätten. Medien berichteten im April von drei Angriffen pro Woche auf Unterkünfte und aktuell hat sich mancherorts eine pogromartige Stimmung entfaltet. Wöchentlich finden zudem in Thüringen Aufmärsche von Rassisten und Neonazis statt und heizen die meist unsachlichen Auseinandersetzungen an. Auch im Umkreis von Jena sind beängstigende Entwicklungen zu verzeichnen. So erzeugen im angrenzenden Landkreis rassistische Kampagnen und organisierte Aktivitäten, unterstützt von lokalen und überregional bekannten Neonazis, eine aufgeheizte, fremdenfeindliche Stimmung. Es wird bereits gegen geflüchtete Menschen mobilisiert, bevor überhaupt Entscheidungen für ihre Unterbringung gefallen sind. Die Abwertung und der Hass richten sich dabei selbst gegen Flüchtlingskinder und Jugendliche, die schreckliches erlebt haben, ohne Begleitung nach Deutschland gelangten und nun Solidarität und Schutzräume benötigen. Auch nehmen die […]

Jenaer OB schreibt offenen Brief an den sächsischen Ministerpräsident

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Jenas OB Schröter verurteilt das Vorgehen der sächsischen Sondereinsatzkräfte gegen Lothar König


Quelle: jenapolis.de (10.8.2011)

Was hier heute passiert richtet sich gegen das Engagement gegen Rechtsextremismus der Stadt Jena. Dies sagte Jenas OB Dr. Albrecht Schröter auf der heutigen sponten Demo vor der JG Stadtmitte in Jena. Die Aktion der sächsischen Sondereinsatzkräfte heute in Jena sollte ein Versuch der Einschüchterung sein, Jena wird sich aber nicht einschüchtern lassen. Gleichzeitig rief der OB schon heute und ganz klar in Richtung Dresden gewannt auf, das Jena auch am nächsten 19. Februar wieder in Dresden mit dabei sein werde. Die gesamte Rede kann nachfolgend gehört und gesehen werden: