preisverleihungDer 9. Jenaer Preis für Zivilcourage wurde am Montag, 17. Mai, in den Rosensälen vergeben. Die Jury entschied sich in diesem Jahr für das Projekt „miteinAnderS“, das sich der Aufklärung über lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Lebensweisen an Jenaer Schulen widmet.

Das Team geht ehrenamtlich in die Schulen, um Schülern ihre Unterstützung anzubieten. Die Volksbank Saaletal sponserte in diesem Jahr den Preis. „Ich freue mich, dass dieser Preis gerade am 17. Mai, am Internationalen Tag gegen Homophobie, verliehen wird“, sagte der Laudator Mirko König, Lehrer am Carl-Zeiss-Gymnasium.

Bereits zum sechsten Mal vergeben wurde am Montag auch der Charlotte-Figulla-Preis, der in diesem Jahr unter dem Thema stand „Bin ich ein Weltbürger?“. Dieser Preis, den Professor Dr. Hans-Reiner Figulla aus dem Universitäts-klinikum in Erinnerung an seine verstorbene Tochter gestiftet hat, ging in diesem Jahr an vier Preisträger. Geehrt wurden das Projekt „Was heißt HIER fremd?“ aus der Jenaplanschule, Simon Peter aus der Waldorfschule für sein Gemälde „Die Welt der Zwischenmenschlichkeit“, der Kurzfilm „Die Telefonzelle“ von Christian Reibold, Lukas Gintrowski und Tilmann Möller sowie schließlich die Broschüre „Discover Europe with EVS“ von Dorina Hildebrandt.
Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, der Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Prof. Dr. Klaus Dicke, Willi Baumgarten, der stellvertretende Leiter der Jenaer Polizeidirektion, Stadträte und viele weitere Gäste waren zur Preisverleihung gekommen. „Zivilcouragiertes Handeln ist das Tun des Selbstverständlichen, tolerant, offen, nicht abwertend, helfend, tragend und beschützend“, sagte der Oberbürgermeister. Dass es Menschen gibt, die dieses tun, gereiche der Gesellschaft zur Ehre.