Aufruf anlässlich des geplanten Nazi-Fackelmarsches am 17. August 2016

Kein Ort für Nazis – Für Mitmenschlichkeit, Weltoffenheit und Toleranz
in Jena

Am 17. August 2016 wollen Neonazis mit Fackeln durch Jenas Innenstadt marschieren. Der durch das THÜGIDA-Netzwerk angemeldete Fackelmarsch
nimmt Bezug auf den Todestag des Hitlerstellvertreters Rudolf Hess. Die Fackeln knüpfen unmittelbar an die Propaganda der NS-Zeit an.
Die Nazi-Demonstration richtet sich gegen die weltoffene und demokratische Zivilgesellschaft Jenas.

Der Jenaer Runde Tisch für Demokratie ruft die Menschen unserer Stadt auf, eindeutig gegen neonazistische Umtriebe Position zu beziehen.
Der Runde Tisch erinnert zudem Stadtverwaltung und Stadtrat daran, ihre Erklärung von 2011 aktiv umzusetzen und „konsequent alle demokratischen
und gewaltfreien Möglichkeiten zu nutzen, um den Neonazis keinen Raum zu geben“.

Jena darf kein Ort für Nazis sein! Dafür stehen wir ein und lassen nicht zu, dass neonazistische Strukturen, Menschenfeindlichkeit und Gewalt
einen Platz finden. Jena braucht keinen Ausnahmezustand!Wir nehmen ernst, dass der NSU in Jena seinen Ausgangspunkt hatte, und setzen gegen die menschenverachtende Ideologie die Werte einer
solidarischen, freien und demokratischen Gesellschaft gleichwertiger Menschen.

Wir rufen alle Jenaerinnen und Jenaer dazu auf, am 17. August 2016 ein deutliches Zeichen gegen Nazis für eine weltoffene Stadt zu setzen. Beteiligen
Sie sich und helfen Sie aktiv mit, den öffentlichen Raum nicht den Nazis zu überlassen! In der Stadt werden vielfältige zivilgesellschaftliche Aktionen
stattfinden, die in breiter Form deutlich machen: Diese Stadt hat Nazis satt – Jena gehört auch und gerade am 17. August 2016 den engagierten Demokratinnen und Demokraten.

Der Runde Tisch für Demokratie Jena ruft die Zivilgesellschaft zur Teilnahme an den Aktionen und Kundgebungen für Demokratie und Menschenrechte auf.
Einen Überblick und aktuelle Informationen zu allen Aktionen finden Sie auf: www.kokont-jena.de