Am 9. November ist die auf Initiative der Stadt Jena, JenaKultur, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft durchgeführte Veranstaltungsreihe „Kein Schlussstrich! Jena und der NSU-Komplex. Eine stadtgesellschaftliche Auseinandersetzung“ zu Ende gegangen.

Zugleich fanden in Jena aber auch zahlreiche Veranstaltungen statt, die aus verschiedenen Gründen nicht Teil der Veranstaltungsreihe waren. Sie wurden im Wesentlichen von Akteur*innen der Jenaer Zivilgesellschaft organisiert, die sich seit Jahren intensiv mit dem NSU-Komplex auseinandersetzen.

Deutlich wurde, dass in Jena die Auseinandersetzung mit den Taten, dem gesellschaftlichen Umfeld und den Folgen des NSU-Komplex auch zehn Jahre nach der Selbstenttarnung noch immer am Anfang steht. Es gilt nun die deutlich gewordenen Probleme und Leerstellen zu benennen und einen weiteren Plan zur Bearbeitung zu entwickeln. Weiterhin stellt sich die Frage, welche konkreten Schlüsse und Konsequenzen aus der bisherigen „stadtgesellschaftlichen Auseinandersetzung“ gezogen werden müssen, da es keinen Schlussstrich geben darf.

Der Jenaer Runde Tisch für Demokratie wird in der nächsten Sitzung am 07. Februar 2022 diese Aufgaben als Schwerpunkt in den Mittelpunkt stellen. Dazu sind alle Aktiven und am Themenfeld Interessierten herzlich eingeladen, um zu reflektieren, zu diskutieren und Vorschläge sowie Bedarfe für die weitere Auseinandersetzung zusammenzutragen.

Einladung zum Jenaer Runden Tisch für Demokratie am 07. Februar 2022