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Aufruf – EMPÖRUNG REICHT NICHT! Wir fordern konsequentes Handeln gegen Rassismus, HIER und JETZT!

Am einjährigen Todestag von Georg Floyd gedachten wir allen Menschen, die hier in Deutschland und weltweit durch rassistische Gewalt getötet wurden. Nicht nur die brutale Ermordung George Floyds durch einen weißen Polizisten jährte sich – am 19. Mai vor 10 Jahren wurde Christy Schwundeck von einer weißen Polizistin im Arbeitsamt in Frankfurt am Main erschossen. Im Gedenken an die Ermorderten durch rassistische Gewalt, gehen wir erneut auf die Straße, um an die koloniale Kontinuität dieser Gewalt zu erinnern, die trotz der Befreiung Afrikas, die seit 1963 jährlich am 25. Mai zelebriert wird, besonders Schwarze Menschen betrifft.

DEMONSTRATION, 16.07.2021, 16.30 – 18.30 Uhr, Faulloch

Wir setzen unseren Kampf gegen Rassismus fort und demonstrieren gemeinsam gegen jede Form der Diskriminierung und Unterdrückung. Wir bündeln unsere Kämpfe für eine antirassistische, gerechte, nachhaltige, offene und solidarische Gesellschaft!

Wir müssen unsere Kämpfe bündeln und strukturelle Veränderungen fordern!

Auch dieses Jahr sind wir wegen konkreten Angriffen, Ermordungen und Anschlägen auf die Straße gegangen, um gegen rassistische Gewalt zu protestieren. Wie im vorigen Jahr und die Jahre davor. Es wurden Proteste in Thüringen und auch bundesweit organisiert. Wir zeigten unsere Solidarität mit den Menschen, die weltweit Opfer von rassistischer sowie antisemitischer Gewalt geworden waren und sind empört, aufgewühlt und wütend.

Diese Art der Solidarität und Empörung reicht uns nicht mehr. Wie lange sollen wir noch auf die Straße gehen, um grundlegende strukturelle Veränderungen zur Bekämpfung von Rassismus zu erreichen? Wie lange sollen wir warten, bis die politisch Verantwortlichen, Entscheidungsträger*innen, sich dem Thema ernsthaft annehmen und dementsprechend handeln.

Wir wollen nicht, dass weitere Generationen in einer Welt aufwachsen müssen, die von Rassismus geprägt ist. Wir wollen nicht, dass auch sie Erfahrungen mit Rassismus machen müssen wie wir.
Wir wollen nicht, dass im 21. Jahrhundert die Gleichwertigkeit der Menschen nur auf dem Papier steht, sondern dass dies in unserem Handeln als Gesellschaft konkretisiert wird.

Wir brauchen neue und stärkere Allianzen, um konsequent und entschieden gegen Rassismus und jede Form der Ausgrenzungen zu kämpfen. Wir müssen lernen, unsere Kämpfe zu bündeln, um eine gerechtere, nachhaltige, offene und solidarische Gesellschaft zu ermöglichen.

ES GEHT UNS ALLE AN!

Deswegen rufen wir alle auf, Klimaschützer*innen, Gewerkschafter*innen, Menschenrechtsaktivist*innen, LGBTQIA+, Antifaschist*innen, feministische Aktivist*innen, Student*innen, Künstler*innen, Arbeiter*innen, Wissenschaftler*innen, BIPoC und Migrant*innen und alle anderen, die von Unterdrückung betroffen sind und solidarisch sein wollen – demonstrieren wir gemeinsam für strukturelle Veränderungen, die unserer vielfältigen Welt gerecht werden.

Wir fordern entschlossenes und reflektiertes Handeln gegen Rassismus – hier und jetzt!

Aufrufende:

ANSOLE e. V.

Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD-Bund e.V.)

Iberoamérica e.V.

Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt Jena

MigraNetz Thüringen

DaMOst e.V.

Decolonize Jena

NSU KOMPLEX AUFLÖSEN Jena

JG Stadtmitte

EWNT e.V.

KoKont Jena

Frauen*streik Bündnis Jena

Weitere Unterstützer*innen können sich bei Iberoamérica e.V. melden: bildung@iberoamerica-jena.de