Jena, der 27.September 2017

Aufruf des Runden Tisches für Demokratie der Stadt Jena

Kein Ort für Nazis – Für Mitmenschlichkeit, Weltoffenheit und Toleranz in Jena

Am 30. September wollen Neonazis der rechtsextremen Splitterpartei ‚Die Rechte‘ um den Neonazikader Michael Fischer aus Tannroda in unmittelbarer Nähe des WIN-Centers in Jena-Winzerla ab 9.00 Uhr eine Kundgebung durchführen.

Die Nazi-Kundgebung richtet sich gegen die weltoffene und demokratische Zivilgesellschaft Jenas. Die Nazis wollen ihre rechtsextreme Hetze mit einer eintägigen Kundgebungsreihe in zwölf Thüringer Städten verbreiten.

Der Jenaer Runde Tisch für Demokratie ruft die Menschen unserer Stadt auf, eindeutig gegen diese neonazistische Umtriebe Position zu beziehen.

Jena ist kein Ort für Nazis! Dafür stehen wir ein und lassen nicht zu, dass neonazistische Strukturen, Menschenfeindlichkeit und Gewalt in Jena einen Platz finden.

Wir nehmen ernst, dass der NSU in Jena seinen Ausgangspunkt hatte, und setzen gegen die menschenverachtende, rassistische Ideologie die Werte einer solidarischen, freien und demokratischen Gesellschaft gleichwertiger Menschen.

Wir rufen alle Jenaerinnen und Jenaer dazu auf, am 30. September 2017 ein deutliches Zeichen gegen Nazis und für eine weltoffene Stadt zu setzen. Beteiligen Sie sich an den angemeldeten Gegenkundgebungen und helfen Sie aktiv mit, den öffentlichen Raum nicht rechtsradikalen Menschenfeinden zu überlassen!

Der Runde Tisch für Demokratie Jena ruft die Zivilgesellschaft zur Teilnahme an den Kundgebungen für Demokratie und Menschenrechte auf.

Angemeldete Protestkundgebungen:

  • Jenaer Bündnis gegen Sozialabbau – ab 8 Uhr – WinCenter Jena-Winzerla
  • Ortsteilrat Jena-Winzerla – ab 9 Uhr – WinCenter Jena-Winzerla