Vor 74 Jahren brannten in der Nacht vom 9. November in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose millionenfache Verfolgung, Entrechtung und der systematischen Ermordung von Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle und politisch Andersdenkenden. Auch in diesem Jahr wird in der Stadt Jena  am 09.11.2011 an verschiendenen Orten erinnert und gemahnt.

Der Arbeitskreis „Sprechende Vergangenheit“ im Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus lädt in der Zeit zwischen 16.00 und 17.30 Uhr an die 34 Stolpersteine, verteilt an 18 verschiedenen Plätzen der Stadt, ein. Gemeinsam wird an die Mitmenschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus ihren Häusern und aus unserer Stadt vertrieben und ermordet wurden erinnert und gleichzeitig die Stolpersteine wieder zu leuchten gebracht. Die Stadt Jena und der Jenaer Arbeitskreis Judentum laden anschließend zur Kranzniederegung um 18:00 Uhr an den Westbahnhof ein. In der Gedenkstunde an die von Jena aus in die Konzentrationslager deportierten Juden, Sinti und Roma wird Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter eine Ansprache halten.