Vor 77 Jahren brannten in der Nacht vom 9. November in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose millionenfache Verfolgung, Entrechtung und der systematischen Ermordung von Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle und politisch Andersdenkenden.  Auch in diesem Jahr wird in der Stadt Jena  am 09.11.2015 an verschiendenen Orten erinnert und gemahnt. Der Arbeitskreis Sprechende Vergangenheit lädt um 16.00 Uhr auf den Markplatz, um dann die 40 Stolpersteine, verteilt an 21 verschiedenen Plätzen der Stadt zu reinigen und ihnen neuen Glanz zu geben. Gemeinsam wird an die Mitmenschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus ihren Häusern und aus unserer Stadt vertrieben und ermordet wurden erinnert. Die Stadt Jena und der Jenaer Arbeitskreis Judentum laden anschließend zur Kranzniederegung um 18:00 Uhr an den Westbahnhof ein. In der Gedenkstunde an die von Jena aus in die Konzentrationslager deportierten Juden, Sinti und Roma wird Prof. Dr. Norbert Frei eine Ansprache halten. Im Anschluss, um 19.30 Uhr, wird es im Rathaus einen Vortrag und Gespräche mit Dr. Reinhard Jonscher unter dem Titel: „Chancen für ein gleichberechtigtes Miteinander? Juden in Jena und an der Jenaer Universität 1860 bis 1930“ geben.