Corillo Ultras – SC Freiburg – Einstz für ein Erinnern und Gedenken an die Schrecken der NS-Zeit

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz, in dem über eine Million Menschen von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Auschwitz steht bis heute für den rassistischen Wahn des NS-Regimes. Auch der Sport wurde von den Nationalsozialisten gezielt instrumentalisiert: Er sollte Disziplin und Kriegstauglichkeit stärken und als Propagandamittel dienen.

Der deutsche Fußball blieb davon nicht verschont. Trotz seiner englischen Wurzeln und jüdischer Pioniere wie Walther Bensemann beteiligten sich viele Vereine aktiv an der Ausgrenzung ihrer jüdischen Mitglieder – oft sogar ohne direkten Zwang von oben.

Selbst erfolgreiche Spieler wie Nationalspieler Julius Hirsch wurden ausgeschlossen und später in Auschwitz ermordet. Nach 1945 blieben viele Verantwortliche im Amt, und erst Jahrzehnte später begann eine ernsthafte Aufarbeitung. Vereine und ihre Fans setzen sich heute mit ihrer NS-Vergangenheit auseinander.


„Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus und der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar haben wir während des Heimspiels gegen den FC Bayern München eine kämpferische Choreografie zum Gedenken und zur Mahnung durchgeführt. Begleitet wurde das Ganze von einer Spendensammlung in Form von Becher- sowie Bargeldspenden. Nach Abzug der Choreokosten [blieb] ein Betrag von 6592,98 Euro, den wir zu je einem Drittel an folgende Organisationen spenden werden:

KZ-Gedenkstätte Vulkan im Kinzigtal
An der Stelle des durch die Nationalsozialist*innen 1944 in einem Bergwerkstollen errichteten Lagers „Vulkan“ in Haslach erinnert eine ehrenamtlich aufgebaute Gedenkstätte an die unmenschlichen Zustände, unter denen die Häftlinge dort Schwerstarbeit verrichten mussten und in vielen Fällen starben.

Blaues Haus in Breisach
Das Blaue Haus war ab 1829 im Besitz der Jüdischen Gemeinde und wurde 1941 durch die Nationalsozialist*innen an die Gugel-Werke Freiburg, eine Werkstätte für Militärprodukte, zwangsverkauft. Seit 2003 befindet sich im Blauen Haus eine Gedenk- und Bildungsstätte zur Geschichte des jüdischen Lebens am Oberrhein.

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA)
Wie kaum eine andere Organisation leistet die VVN-BDA seit Jahrzehnten kontinuierlich Erinnerungsarbeit und erinnert an die Verbrechen der Nationalsozialist*innen.

Alle zusammen gegen den Faschismus – im Stadion und überall!“ (Corillo Ultras)