Ultras Sankt Pauli (USP) – FC Sankt Pauli – Einsatz für Gleichberechtigung und gegen Sexismus
Die Fanszene des FC St. Pauli hat einen vergleichsweisen hohen Anteil nicht-männlicher Personen. Das ist in deutschen Stadien jedoch weiterhin eine Ausnahme. Obwohl der Anteil nicht-männlicher Personen in den Stadien über die Jahre stetig gestiegen ist und mittlerweile ca. 30% beträgt, ist der Anteil in der organisierten Fanszene weiterhin relativ gering. Dies liegt unter anderem an traditionellen Rollenbildern, männlich geprägten Hierarchien und strukturellem Sexismus.
„Mit unserer Choreo „Ultrà has no gender“ haben wir ein klares Zeichen gesetzt: Geschlecht spielt in unserer Bewegung keine Rolle. Jede*r, die/der sich mit unserer Art zu leben, unserem Verein und unseren Werten, wie Zusammenhalt, Widerstand und Antifaschismus identifiziert und bereit ist dafür alles zu geben, kann unabhängig vom Geschlecht ein Teil davon sein.
Diese Choreo wurde vor allem von weiblichen gelesenen Personen in unserer Gruppe erarbeitet und zum Frauenkampftag am 8. März in der Saison 2023/24 gezeigt. Denn auch wenn wir längst fester Teil der Kurve sind, müssen wir uns unseren Platz immer wieder neu erkämpfen. Frauen, nichtmännliche und queere Personen sind keine Randerscheinung in der Fankultur – sie sind da, sie waren immer da, und sie lassen sich nicht an den Rand drängen!
Ultrà ist mehr als das, was im Stadion passiert. Es ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung – und die duldet keinen Sexismus. Wir wollen eine Fankultur, in der alle gleichberechtigt sind. Feminismus und Ultrà gehören zusammen – Da ist und bleibt kein Platz für Sexismus!“ Ultras St. Pauli (USP)